• janna

Warum sind gute Fotografen so teuer?

Diese Frage höre ich häufig, wenn sich Gäste auf Hochzeiten unterhalten oder man in den Internetforen oder Facebookgruppen liest. Der Job eines Hochzeitsfotografen scheint eine sehr einfache Art zu sein, um schnell viel Geld zu verdienen. Einen paar Stunden Fotos "knipsen", kassieren und fertig, oder?

Die meisten professionellen (Hochzeits-) Fotografen verfügen über eine Ausrüstung, die im Wert bei mehreren tausend Euros liegt. Ich bringe zu einer Hochzeit immer mehrere Kameras mit, um nicht beim Objektivwechsel einen Moment zu verpassen und um ein Backup zu haben, falls eine Kamera ausfallen sollte. Hinzukommen diverse lichtstarke Objektive, ein Stativ oder Blitze für die Abendstunden.


In ein Shooting investiere ich bereits vorher viel Zeit. Ich führe mit euch immer ein ausführliches Vorgespräch und stehe euch permanent für alle eure Fragen zur Verfügung. Bei Hochzeiten kommt meist noch ein Engament- oder Kennnlernshooting dazu. Ich begleite euch über mehrere Stunden am Tag eurer Hochzeit und erst danach beginnt für mich die eigentliche Arbeit. Die Fotos werden gesichtet, sortiert und jedes einzelne der meist mehreren hundert Fotos wird digital entwickelt. Meistens erstelle ich euch noch ein Fotoalbum und lade die fertigen Bilder im Anschluss in die Galerie hoch. Diese Arbeitsschritte dauern mehrere Tage.


Neben der Ausrüstung und der eigentlichen Arbeitszeit, wären da noch Steuern, Versicherungen, Reparatur- und Wartungskosten, Beiträge zur Handwerkskammer und Berufsgenossenschaft, Materialkosten (z.B. für die USB Sticks), Kfz- und Spritkosten, Versand- und Verpackungskosten, sowie Kosten für die Internetseite, die Bildbearbeitungsoftware und für den Zugang zu Online-Galerien. Und sicherlich waren das noch längst nicht alle Positionen. Viele gute Fotografen arbeiten zu Beginn ihrer Karriere daher unter dem Mindestlohn. Solltet du also gedacht haben, dass sich aus dem Preis geteilt durch die Dauer der fotografischen Begleitung ein Stundenlohn ableiten lässt, liegst du (leider) falsch.



Ganz liebe Grüße an dich,

Janna


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